Startseite

Wok-Wirsing mit Koriander und Zitrone

01.02.2010

Aus aktuellem Anlass – mein heutiges Abendessen – hier mal eine selbsterfundene Wirsingvariation etwas abseits von speckfetter Deftigkeit. Was kein Grund sein soll, dazu keine herzhafte Bratwurst zu essen (passt nämlich hervorragend)…

Als Beilage für 2–3 Personen:

1 kleiner Kopf Wirsing
Saft 1/2 Zitrone
2 TL frisch grob gemörserte Korianderkörner
Salz, Pfeffer
4 cl Madeira
100 ml Tasse Rinder- oder Gemüsebrühe
Rapsöl

Den Wirsing von welken Blättern befreien und in mundgerechte Streifen oder Stücke schneiden. Einen Wok oder eine Wokpfanne mit Rapsöl anheizen und den Kohl in das heiße Öl geben. Für ca. 2 Minuten nicht rühren oder bewegen, damit der Kohl schön anbräunt. Dann umwenden, salzen und noch etwa 5–10 Minuten weiterbräunen lassen. Mit Madeira, Brühe und Zitronensaft ablöschen, die Hitze reduzieren, mit etwas Pfeffer fertigwürzen und unter Rühren bissfest garen.

Wok-Wirsing

Foto. © Thomas Pfeiffer

Thomas | Von der Tageskarte, Aus dem Kochbuch

Gib Deinen Senf dazu zum Seitenanfang zurückkehren

Enter the Light

26.01.2010

So lautet die Aufforderung zum Betreten der Website des amerikanischen Malers, Illustrators und Bildhauers Marshall Arisman. Tatsächlich wirken viele seiner Werke eher düster als licht und erinnern in Komposition und Stil bisweilen an die Gemälde Francis Bacons. Ich wurde zum ersten Mal durch eine Cover-Illustration des internationalen Grafik-Design-Magazins Graphis auf ihn aufmerksam.
Passt recht gut in die letzten dunklen Monate des Winters, finde ich. Aber jetzt kann es langsam wirklich mal wieder etwas heller werden.

Arisman Intro

Thomas | Ins Netz gegangen, Das Auge isst mit

Gib Deinen Senf dazu zum Seitenanfang zurückkehren

Punktlandung

11.01.2010

Bei meinen gelegentlichen Streifzügen durch skandinavische Supermärkte nach gelungenem oder ungewöhnlichem Verpackungsdesign bin ich auch in meinem diesjährigen Jahresendurlaub wieder fündig geworden. In der Getränkeabteilung einer Filiale der dänischen Supermarktkette „Kvickly” zog eine ganz besondere Bierflasche meine Aufmerksamkeit auf sich. Zunächst dachte ich, es handele sich um einen Fehldruck, denn das Frontetikett erscheint nahezu unbedruckt: die knappe Inhaltsbezeichnung „Øl” (Bier) im Fußbereich des goldenen Zierrahmens ist der einzig lesbare Aufdruck. Jedenfalls für Sehende. Denn das Etikett ist sehr wohl beschriftet – im erhaben geprägten Punktraster der Blindenschrift Braille.

Die dänische Brauerei Midtfyns brachte am 31. August 2009 anlässlich des 200. Geburtstages von Louis Braille, dem Erfinder des Blindenalphabets, dieses eigens gebraute Bier in limitierter Auflage auf den Markt. 2 Kronen (ca. 25 Cent) pro verkaufter Flasche gehen an den Dänischen Blindenverein „Dansk Blindesamfund”, darüber hinaus sind via SMS an eine eigens eingerichtete Nummer Spenden über 10 Kronen je gesendete Nachricht an dieselbe Organisation möglich. Zwar liefert ein kleines Klebeetikett auf der Rückseite auch die nötigen obligatorischen Inhalts- und Mengenangaben für Sehende, doch die Braille-Informationen auf dem Frontetikett wurden bewusst nicht „übersetzt” – um Kunden und Konsumenten zu einer Beschäftigung mit der Blindenschrift und der besonderen Lebenssituation der Betroffenen anzuregen.

Nicht nur als Liebhaber guter und außergewöhnlicher Biere und als Grafik-Designer bin ich von dieser Idee und ihrer Umsetzung begeistert. Sie beweist, wie es mit einfachsten Mitteln abseits üblicher Betroffenheitskampagnen möglich ist, sogar beim Einkauf im Supermarkt auf sozial relevante Themen hinzuweisen, dabei Gutes zu tun und (Genießern) eine interessante Produktneuheit anzubieten. Mehr davon – und bitte nicht nur in Dänemark!

Blindenbier

Thomas | Außer Haus, Von der Tageskarte, Das Auge isst mit

Gib Deinen Senf dazu zum Seitenanfang zurückkehren

Diätschlager

06.01.2010

„Und wie funktioniert das genau mit dem Abnehmen bei Ihnen?” – „Ganz einfach: niemand muss beim Essen mehr umständlich Punkte zählen. Wenn unsere Mitarbeiter feststellen, dass Ihr Gewicht sich nicht reduziert, setzt es Ohrfeigen.”

Weight Watschers

Gesehen im Feinkostmarkt bei Karstadt in der Hamburger Mönckebergstraße.

Thomas | Von der Tageskarte, Schnittchenplatte

1mal Senf dazugegeben zum Seitenanfang zurückkehren

Frusen*

02.01.2010

Impressionen eines Nachmittagsspazierganges bei eisigen –10 °C um den schwedischen Finjasjö.

* Schwedisch: gefroren.

Finjasjö

(klick macht groß)

Thomas | Selbstgebrautes, Außer Haus, Von der Tageskarte

4mal Senf dazugegeben zum Seitenanfang zurückkehren

2010

01.01.2010

Ich wünsche allen Besuchern, Abonnenten, Blogrollern, Suchenden, Findenden, Kommentierenden und Nicht-Kommentierenden, Einmalguckern und Wiederkehrern ein glückliches, gesundes und erfülltes Neues Jahr.

2010

Thomas | Von der Tageskarte

Gib Deinen Senf dazu zum Seitenanfang zurückkehren

Sneak Preview

31.12.2009

Für alle Nerdmatten-Interessenten hier ein Schnappschuss des jüngsten Produktmusters, das kurz vor Weihnachten bei mir eintraf. Mit der Material- und Druckqualität bin ich nun bereits sehr zufrieden, lediglich das Design möchte ich noch in einigen Details optimieren. Vielleicht schließen sich ja nun auch die Hardcore Apple- bzw. Windows-Anhänger meiner Auffassung an, dass es möglich ist, ein plattformneutrales Design zu finden, das beiden gefallen kann. Ich würde mich freuen.

Nerdmatte Sneak

Idee und Gestaltung: © Thomas Pfeiffer

Thomas | Selbstgebrautes, Von der Tageskarte

4mal Senf dazugegeben zum Seitenanfang zurückkehren

Duftschutzbunker

25.12.2009

In dem schwedischen Nahverkehrszug, mit dem wir vorgestern eine Städtetour nach Helsingborg unternahmen, gab es spezielle Abteile für feinfühlige Reisende sowie Liebhaber sensorischer Dezenz und einer Aversion gegen Körpergeruchsterrorismus, in denen Lärm, Handytelefonate, Rauchen und „Starke Düfte” unerwünscht sind. Hallo, HVV, BVG! – Wär das nicht was für Euch?

Starka Dofter

Thomas | Außer Haus, Von der Tageskarte, Schnittchenplatte

3mal Senf dazugegeben zum Seitenanfang zurückkehren

Zu Weihnachten

24.12.2009

Dieses Gedicht von Rainer Maria Rilke hat eine sehr tiefe und persönliche Bedeutung für mich. Ich möchte es hiermit allen regelmäßigen und zufälligen Besuchern dieses Blogs ans Herz legen und wünsche allen ganz eigene, schöne und geruhsame Weihnachtstage.

Man muss nie verzweifeln,
wenn einem etwas verloren geht,
ein Mensch, oder eine Freude oder ein Glück;
es kommt alles noch herrlicher wieder.
Was abfallen muss, fällt ab;
was zu uns gehört,
bleibt bei uns,
denn es geht alles nach Gesetzen vor sich,
die größer als unsere Einsicht sind
und mit denen wir nur scheinbar
im Widerspruch stehen.
Man muss sich selber lieben
und an das ganze Leben denken,
an alle seine Millionen Möglichkeiten,
Weiten und Zukünfte,
dem gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.

(Rainer Maria Rilke)

Cone Nebula

Photo: “Cone Nebula (NGC 2264) – Star-Forming Pillar of Gas and Dust”
Source: www.hubblesite.org | Copyright Notice
Credit: NASA, H. Ford (JHU), G. Illingworth (UCSC/LO), M.Clampin (STScI),
G. Hartig (STScI), the ACS Science Team, and ESA

Thomas | Von der Tageskarte

3mal Senf dazugegeben zum Seitenanfang zurückkehren

… spring!

18.12.2009

Wieder so ein Hype auf twitter. Nennt sich formspring und ist quasi so etwas wie Zuschauertelefon im Internet. Scharenweise eröffnen twitter-User derzeit Frageseiten und stellen sich willig der Neugier ihrer Follower und Fans. Die Idee: User stellen anonym oder namentlich den dort präsenten Nutzern beliebige Fragen. Antworten ist freiwillig und ohne Zeichenbegrenzung möglich. Und obwohl ich zunächst den Vorsatz habe, mich dem nicht anzuschließen* (brechen kann man ihn immer noch später), stockt mir der Atem, wenn ich dort so wunderbare Sätze wie diese hier lese, verfasst von @silenttiffy:

(…) Überall trifft man Menschen, mit denen man keine (zurückliegenden) gemeinsamen Erlebnisse hat. Es gibt keine gemeinsame Vergangenheit, keine gemeinsamen Gespräche, keine gemeinsam geheilten Wunden, nichts, keinen Boden, auf dem Freundschaft oder Liebe wachsen könnte, nichts was man miteinander teilen könnte außer dem Augenblick, in dieser nackten Situation der Unvertrautheit, in den Momenten des Argwohns, der blinde Zuneigung spielt, wo überhaupt keine sein kann. (…)

Das zeigt, was formspring sein kann – wenn die Antwort mehr ist als bloße Information, wenn die Frage nicht beantwortet, sondern entgegnet wird, wenn es jemand tut, der sich der Entgegnung widmet, schreiben kann und sich Zeit dafür gönnt. Solche Antworten machen die Frage fast irrelevant – weshalb ich sie dem Zitat auch nicht vorangestellt habe.
Kurz und lustig geht auch auf twitter.

Springform

* Genährt wird dieser Vorsatz – ich gebe es zu – auch ein wenig von der Tatsache, dass die ersten fünf Buchstaben von formspring auch die meinigen sind. Ich weiß jetzt, wie Frauen sich fühlen, wenn auf einer Party eine Andere mit demselben Kleid auftaucht.

Original Photo: © robbplusjessie | Some rights reserved

Thomas | Ins Netz gegangen, Von der Tageskarte

4mal Senf dazugegeben zum Seitenanfang zurückkehren

Geschmackssachen. Alltagsnotizen eines kreativen Genießers.

Letzte Kommentare

  • Regine Klauß: wie recht ihr habt! das hatte ich mehr als merkwürdig an die Tafel geschrieben… es gibt im...
  • Christina: Wie schön zu wissen daß man nicht allein ist … meine oma gretchen und ist letzte woche gestorben...
  • pharma_spam: Vielen Dank für die Tipps. Sie sind sehr hilfreich. (Ist zwar ein Spam-Kommentar, aber da er so viel...

Meta